265 Jahre Riedel – Das Einläuten einer hoffnungsvollen Zukunft

Allgemein

10. August 2021

Es ist zwar kein runder Geburtstag auf den Maximilian J. Riedel vergangene Woche mit seiner Familie angestoßen hat, trotzdem gab es Grund zum Feiern. Für das 265. Jubiläum der Firma Riedel Glas, hatte der Geschäftsführer ein 42 kg schweres Geschenk aus der Gießerei Grassmayr im Repertoire – eine eigens entworfene Glocke!

Zurück im Jahr 1756 fand das Unternehmen seinen Ursprung in Böhmen. Das Ereignis, auf welches sich die Glocke aber bezieht, geschah erst 23 Jahre später: als am 1. September 1779 Johann Leopold Riedel, der Urvater des Unternehmens, die erste Glocke installierte.

Zu Ehren der besonderen Geschichte seiner Familie und Firma, enthüllte Maximilian Riedel sein persönliches Geschenk, erstmals beim Jubiläums-Cocktail in der Kufsteiner Glasmanufaktur.

Den Kopf der Glocke ziert eine Weinranke als Symbol der familiären Verbundenheit zum Wein und direkt darunter ist ihr Leitspruch „Glut schüren, nicht Asche hüten“ zu finden. Es soll bedeuten, dass egal was kommt, sie immer positiv in die Zukunft blicken und Herausforderungen als Chancen sehen. Besonders nach Jahren wie diesen, wo die Familie Riedel mit Erschwernissen konfrontiert wurde, ist es wichtig seinen Optimismus nicht zu verlieren. 15 Wochen Kurzarbeit musste die Glasmanufaktur in Kufstein überstehen, in welchen nicht ein einziges Glas angefertigt werden konnte.

Familie Riedel

„Um all die vergangenen Probleme hinter uns zu lassen, wird von nun an jeden Tag um 12 Uhr die Glocke im Innenhof der Manufaktur erklingen und somit mit guter Zuversicht eine hoffnungsvolle und optimistische Zukunft einläuten!“, beschreibt Maximilian J. Riedel.

Zum weiteren Nachlesen:

https://tirol.orf.at/stories/3115771/
https://www.meinbezirk.at/kufstein/c-wirtschaft/riedel-ueberreicht-zu-265-jaehrigem-bestehen-glocke-in-kufstein_a4804854
https://news.lorenzoni-pr.com/news-presseinformation-riedel-feiert-265-jahre-?id=137857&menueid=19465&l=deutsch

Lesen Sie mehr über den Werdegang und die Geschichte der Familie Riedel:

1756 – 2021

265 Jahre Riedel

Die Geschichte der Familie Riedel ist ebenso bewegt wie die Geschichte Europas, mehr noch,  sie ist auch untrennbar damit verknüpft.

1756 – Das musikalische Genie Mozart wird geboren, die erste Weinregion Portugals wird registriert und Casanova flieht aus dem Kerker des Dogenpalasts in Venedig. Zu dieser Zeit regierte Kaiserin Maria Theresia das Habsburgerreich und in Europa stehen die Zeichen auf Sturm. Im Siebenjährigen Krieg versuchte Österreich-Ungarn Schlesien zurückzugewinnen und die Kämpfe, in die auch die anderen Großmächte involviert sind, erschütterten den Kontinent. In den folgenden Jahren setzten die Regierungen in ganz Europa auf die Modernisierung der Landwirtschaft und die industrielle Entwicklung, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Inmitten dieses Aufbruchs wurde ein Unternehmen gegründet, das in den nächsten Jahrhunderten zum Inbegriff für hochwertige Glasprodukte werden sollte. 1756 begründet Johann Leopold Riedel (dritte Generation) in Böhmen, damals ein Teil der Habsburgermonarchie, die Geschichte dieser Familiendynastie, die bis heute untrennbar mit Glas verbunden ist.

Die Tradition der Familie Riedel als Glashersteller ist ebenso reich an berührenden Legenden und unglaublichen Erfolgsgeschichten wie an Wirtschaftskrisen und Schicksalsschlägen. Mit Geschick und Kreativität gelang es dem Familienunternehmen, das Ende der Monarchie, die sozialen Umwälzungen der neu gegründeten Tschechoslowakischen Republik sowie die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu überdauern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie Riedel enteignet und verlor dadurch all ihren Besitz in Böhmen, alle Fabriken und das gesamte Privatvermögen. Walter Riedel (8. Generation) verbrachte 10 Jahre in russischer Gefangenschaft. Alle Zukunftshoffnungen schienen dahin. Doch durch den enormen Mut und den Einsatz von Walter Riedel nahm die Geschichte einen ganz anderen Verlauf. Es ist sein Vermächtnis, dass die böhmische Riedel-Tradition in Österreich neu begann, in Kufstein, Tirol.  Der Rest ist Geschichte …

Ein Überblick über die 11 Generationen der Familie Riedel

1. Generation Noch bevor Johann Leopold Riedel (3. Generation) die erste Glashütte gründete und damit den Grundstein für die Tradition legte, war sein Großvater Johann Christoph Riedel (geboren 1673), „Urgroßvater Riedel“ (1. Generation) als Glashändler durch ganz Europa gefahren.

2. Generation Johann Carl Riedel (1701–1781) führte das Unternehmen als Glasmaler und Vergolder fort und fertigte und dekorierte Hohlglaswaren.

3. Generation Johann Leopold Riedel (1726–1800) ist als Gründer der Unternehmerdynastie in die Geschichte eingegangen. Am 17. Mai 1756 nahm er die erste Waldglashütte in Betrieb.

Im selben Jahr begann auch der Siebenjährige Krieg. Kaiserin Maria Theresia richtete für ihre böhmischen Untertanen einen Reparationsfonds ein. So wurden unter anderem die Fensterschei­ben der stark zerstörten Stadt Zittau finanziert. Johann Leopold Riedel lieferte Flachglas nach Zittau und erzeugte neben Flachglas auch alle Hohlglastypen.

4. Generation Anton Leopold Riedel (1761–1821) baute das Geschäft seines Vaters aus, festigte und vergrößerte es. Auch die Produktpalette wurde verändert. Es wurde nicht mehr auf Flachglas gesetzt, sondern vielmehr auf Luxusartikel.

Wobei sich hier neue und lukrative Sparten entwickelten: die Herstellung von Hohlglas und die Veredelung durch Oberflächenbearbeitung, sowie die Produktion von Kristallluster Behang.

5. Generation Franz Xaver Anton Riedel (1786–1844) war ein berühmter Graveur und Glasschleifer von beachtlichem Talent und großer handwerklicher Begabung. Er signierte seine Kunstwerke, die bis heute begehrte Stücke bei Auktionen sind.

Ihm ist es als erster in der Geschichte der Glasherstellung gelungen, verschiedene Glasfarben zu schmelzen: zwei fluoreszierende Farben – Gelb und Grün. Die beiden Farben gingen nach dem Namen seiner Tochter Anna als „Anna-Gelb“ und „Anna-Grün“ in die Literatur ein.

6. Generation Der Sohn seines Bruders, Josef Riedel, fand mit 14 Jahren eine Anstellung im Familienunternehmen. Im Jahr 1840 heiratete Josef im Alter von 24 Jahren seine Cousine Anna, die Tochter von Franz Xaver Riedel.

Josef Riedel der Ältere (1816-1894) verfügte nicht nur über großes Talent, er hatte auch das Glück, in einer Zeit des industriellen Aufbruchs zu leben. Er sollte als „Glaskönig des Isergebirges“ in die Geschichte eingehen.

Josef Riedel der Ältere verließ die „Waldglas-Hütten“ und verlagerte die Produktion ins Tal. Er nutzte den Vorteil der 1875 neu eröffneten Bahnlinie. Sie ermöglichte den Zugang zu den wichtigs­ten Absatzmärkten der industrialisierten Welt und legte den Grundstein für den weiteren Ausbau seines Unternehmens.

Seine erste Frau Anna starb im Alter von 36 Jahren. Der Sohn – aus der zweiten Ehe mit Johanna Clementine Neuwinger – führte die Riedel-Dynastie in die 7. Generation.

7. Generation Josef Anton Riedel der Jüngere (1862–1924) war ein begnadeter Chemiker und hochtalentierter Techniker.

In seinen Hütten konnten 600 präzis definierte Farben für die Erzeugung von Glasperlen und Geschenkartikel geschmolzen werden. Als Maschinenbauer hat er die Fertigung und Automation zur Glasperlenerzeugung entwickelt und dafür zahlreiche Patente angemeldet.

8. Generation Walter Riedel (1895-1974) erbte die Begabung seines Vaters. Er brachte zahlreiche Erfindungen hervor, wie zum Beispiel die verspinnbare Glasfaser, Signalfarben, Reflektoren, aufwendige Laborgläser und vieles mehr. Damit bewirkte er viele technische Entwicklungen in der Glasindustrie.

Er hatte das Unternehmen auf das technische Glas ausgerichtet und damit auf den Bedarf der Zwischenkriegsjahre reagiert.

1944 rief das deutsche Luftfahrtministerium ein geheimes Projekt namens „Tonne“ ins Leben, ein bodengestütztes System der Luftaufklärung durch Radar. Damals besaßen die dafür verwendeten Monitore höchstens einen Durchmesser von 38 cm, doch Walter Riedel und seine Glastechniker waren imstande sowohl die Dimensionen und folglich auch die Auflösung zu verdoppeln. Sie stellten einen Monitor mit einem Durchmesser von 76 cm her – eine absolute Weltsensation zur damaligen Zeit.

Walter Riedel erkannte das Potenzial dieser Erfindung und sicherte sich die Rechte, diese Entwicklung für zivile Zwecke zu nutzen. Dieser Plan wurde jedoch von den russischen Besatzungstruppen durchkreuzt. Im Mai 1945 wurde der Wissenschaftler Walter Riedel verhaftet und zwangsverpflichtet. Damit endete die Geschichte der Familie Riedel in Böhmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie enteignet. Sie verlor ihren gesamten Besitz, sämtliche Fabriken und ihr gesamtes Privatvermögen.

1955 kehrte Walter Riedel schließlich aus der Gefangenschaft nach Hause zurück.

1956 – 200 Jahre nach der Gründung der ersten Waldglashütte in Böhmen – begann die Geschichte der Familie Riedel neu, in Kufstein, Österreich. Mit der Unterstützung der Familie Swarovski übernahmen Walter Riedel und sein Sohn Claus die angeschlagene Tiroler Glashütte. Eine Mundblasproduktion – wie seinerzeit in Böhmen – wurde neu aufgebaut.

Walter Riedel steht für die böhmische Vergangenheit und auch für den Start in eine neue Zukunft in Österreich. 

9. Generation Claus Josef Riedel (1925–2004) war ein großer Visionär. Dank seines enormen künstlerischen Talents und seines außergewöhnlichen Gefühls für Formen und Proportionen, schuf er mit der Definition des weinfreundlichen Weinglases eine bahnbrechende Erfindung.  Dieser revolutionäre Schritt machte ihn zum „Vater des modernen Weinglases“.

Claus J. Riedel war in der Geschichte der Glasherstellung der erste, der das Zusammenspiel von Form, Größe und Mundranddurchmesser eines Glases für den optimalen Weingenuss bestimmen konnte.

Seine Gläser hatten einen langen Stiel und glatte, dünn geblasene Kelche ohne Dekor. In den 1950er und 1960er Jahren wurden diese mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet. 1973 schuf er jene richtungsweisende Innovation, deren Entwicklung Riedel wieder zu einem führenden Unternehmen in der Welt des Glases machte: die erste Gourmetglasserie der Welt: „Sommeliers“.

10. Generation Georg Josef Riedel (geboren 1949) führte Riedel Glas mit Weitsicht zum weltumspannenden Erfolg.

Bereits 1979 erkannte er die Bedeutung des amerikanischen Marktes und gründete die Tochter­firma „Riedel Crystal of America“.

1986 präsentierte er die Serie „Vinum“ – eine maschinell geblasene und damit kostengünstigere Variante der Sommeliers Serie. Die maschinelle Produktion hochwertiger Weingläser leitete den weltweiten Erfolg ein. Zur Konsolidierung des Unternehmens übernahm Georg Riedel 2004 die deutsche Firma Nachtmann und legte damit den Grundstein für weiteres Wachstum. Heute hat Riedel eine Exportrate von 97% und bestätigt damit seine Position als Weltmarktführer bei funktionalen Gläsern.

Georg Riedel hat während seiner langjährigen Tätigkeit als Glashersteller und -designer unzähligen funktionalen Gläsern die passende Form gegeben.  Jedes Glas besitzt ein spezielles Design, wodurch sich das Getränk, für das es bestimmt ist, perfekt genießen lässt.

Georg Riedel ist der Erfinder der rebsortenspezifischen Weingläser. Er ist überzeugt, dass die sorgfältige Formgebung für das Geschmackserlebnis aller aromatischen Getränke ausschlaggebend ist. Seine jüngsten Kreationen, Riedel Winewings (2020) und Riedel Winewings SL (2021) definieren die Formensprache völlig neu.

Als Eigentümer des Unternehmens unterstützt er weiterhin täglich das Management – insbesondere bei der Betreuung des nordamerikanischen Markts sowie bei der Verbesserung der Fertigung und Steigerung der Effizienz der maschinellen Produktion in den wichtigen Riedel-Werken in Bayern Amberg und Weiden. Zahlen und die Entwicklung neuer Software zur Optimierung der Betriebsläufe sind für ihn gleichermaßen Hobby und Leidenschaft. 

11. Generation Maximilian Josef Riedel (geboren 1977) ist seit 1997 im Unternehmen tätig. 

Mit 25 Jahren wurde er CEO von Riedel Crystal of America und bewies sein Management-Talent, indem er Nordamerika zum größten Exportmarkt für Riedel ausbaute.

Neben seiner Funktion als CEO hat sich Maximilian auch als Designer von Karaffen und Gläsern weltweit einen Namen gemacht. 

Im Jahr 2001 gab er mit der Serie „Riedel Restaurant“ den wichtigen Impuls für die Ausrichtung des Unternehmens auf On Premise-Kunden. Dieses hat sich zu einem der zwei Grundpfeiler entwickelt, auf denen der anhaltende Erfolg von Riedel aufbaut. 

2004 entwarf er die Serie „O“, rebsortenspezifische Weingläser ohne Stiel, die zur erfolgreichsten neuen Kollektion in der Geschichte von Riedel werden sollte. Er designte mit „Riedel Cornetto“ den ersten „frei geformten“ Dekanter,  dem viele weitere folgen sollten.

Mit viel Einfallsreichtum modernisierte Maximilian Riedel den online Markenauftritt von Riedel Glas und schuf bereits sehr früh mit dem Riedel Webstore den ersten Internet-Shop der Unternehmensgeschichte.  Heute gehört der online store zu den wichtigsten Verkaufskanälen für den Endverbraucher.

Social Media haben die Kommunikation mit den Endverbrauchern deutlich verstärkt und bieten den Konsumenten eine Ergänzung zum Kauf im Fachhandel. Diese Entwicklung hat Maximilian Riedel ebenfalls sehr früh erkannt und genutzt. So tritt das Unternehmen durch tägliche Kommunikation, regelmäßige Wettbewerbe und Kommentare vom Geschäftsführer persönlich mit den Verbrauchern in Kontakt.

Maximilian Riedel ist ein globaler Netzwerker, er bringt Menschen zusammen, kooperiert weltweit mit Marken wie Miele und vergisst dabei nie seine soziale Verantwortung. Projekte für die Brustkrebshilfe (Pink Ribbon) unterstreichen das ebenso wie sein Engagement für die Elton John Aids Foundation oder

The Napa Valley Wine Auction. 

Am 1. Juli 2013 wurde Maximilian von Georg J. Riedel die Leitung der Tiroler Glashütte und ihrer Tochtergesellschaften in anderen Teilen der Welt übertragen.

Seither führt er das Unternehmen mit großem Geschick und Erfolg durch herausfordernde Zeiten. Dabei erfüllt das Unternehmen sämtliche Anforderungen, die von Nachhaltigkeit über Effizienzsteigerung in Produktion und Logistik bis hin zu Covid-19-Maßnahmen reichen.

11. Generation Laetizia Riedel Röthlisberger (geboren 1974) ist Anwältin und sitzt im Family Board. Sie berät die Familie, die Unternehmen, die Riedel Zentrale sowie die Riedel Tochterunternehmen in rechtlichen Angelegenheiten. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Unternehmensrecht, Markenrecht und Urheberrecht.  Die Mutter von drei Jungen verwaltet die weltweiten Markennamen und -rechte der Riedel-Gruppe. 

Lesen Sie mehr zur Riedel Glocke:

DIE RIEDEL GLOCKE

Ein glasklarer Klang und ein Symbol für die Unvergänglichkeit

Die Glaspyramide, die anlässlich des 250 Jahre Jubiläums im Innenhof der Manufaktur errichtet wurde, ist ein Symbol für die Ewigkeit, ein Mahner, den Blick immer nach oben zu richten, danach trachtend den Gipfel zu erreichen. Errichtet wurde sie 2006 von Georg J. Riedel, 10. Generation. Geplant wurde das monumentale Bauwerk von Jürgen Heller und Gerald Orehounig, einem Familienmitglied und damaligen Leiter der Glashütte.

2021 feiert Riedel wieder ein Jubiläum – 265 Jahre des österreichischen Glasherstellers, der in den letzten 60 Jahren zum Weltmarktführer für funktionale Weingläser aufgestiegen ist.

Maximilian Riedel, 11. Generation und Firmenchef des Familienunternehmens, ließ für dieses spezielle Jubiläum eine Glocke gießen. Sie ist ein persönliches Geschenk an seine Familie mit Symbolcharakter. Maximilian hat daher die Gestaltung der Glocke selbst übernommen.

Auf ihr findet sich der Familienleitspruch – „Glut schüren, nicht Asche hüten“.

„Dieses Motto hat seit vielen Generationen in meiner Familie Gültigkeit und soll uns auch in der Zukunft dazu antreiben, immer nach vorne zu schauen und niemals mit dem Erreichten zufrieden zu sein“, erklärt Maximilian J. Riedel.

Das Herzstück der Glocke bildet der Riedel Schriftzug. Dieser vom Jugendstil geprägte Schriftzug des ausgehenden 19. Jahrhunderts wurde als Signet für die Produkte der in Böhmen ansässigen Riedel Hütten und Raffinerien von 1890 bis 1925 verwendet. 1996, anlässlich des 240. Jubiläums, wurde dieses Markenzeichen von Georg J. Riedel für alle handgefertigten Produkte wieder eingeführt.

Den Kopf der Glocke ziert eine Weinranke. Ein Symbol der engen und großen Verbundenheit der Familie Riedel zur Welt des internationalen Weins.

„Es ist eine große Leidenschaft und Liebe, die unsere Familie über die Jahre zu Wein entwickelt hat. Unsere Gläser können nur das zeigen und betonen, was die wunderbaren Weine in sich tragen. Wein ist nicht nur ein essenzieller Bestandteil unserer Arbeit, sondern auch von unserem privaten Leben“, Maximilian Riedel

Die Namen der drei letzten Riedel Generationen bilden den Abschluss der Glocke. Diese Generationen haben nach dem Neustart in Kufstein die Riedel-Philosophie geprägt:

Claus J. Riedel (9. Generation), Erfinder und Entwickler des weinfreundlichen Weinglases, der die Basis dafür schuf, wofür Riedel heute steht: das funktionale und auf die Rebsorte abgestimmte Weinglas.

Georg J. Riedel (10. Generation), der durch seine Leidenschaft für Wein, sein enormes Wissen um das Zusammenspiel von Form und Funktion und sein geschäftliches Gespür Riedel zu einer Weltmarke aufgebaut hat.

Maximilian J. Riedel (11. Generation), der das Unternehmen seit 2013 mit Geschick und großem internationalem Erfolg führt.

„Die Glocke ist auch eine Hommage mit einer für mich sehr bedeutenden, persönlichen Symbolik“, erklärt Maximilian Riedel seine Entscheidung für eine Glocke.

Am 1. September 1779 hat Johann Leopold Riedel, der Urvater der Riedel Unternehmensgeschichte, in Christiansthal (ehemals Böhmen, heute Tschechien) erstmals eine Glocke installiert mit dem Wunsch, ihr in einer eigenen Kirche ein Zuhause geben zu können. Dieser Wunsch wurde ihm ein Jahr später erfüllt. Ab September 1780 hing die Glocke in einer von Johann Leopold Riedel erbauten Kirche und wurde später eingeschmolzen.

Maximilian Riedel:

„Glocken haben eine 5000-jährige Geschichte und seit jeher war ihr Zweck, dem Tag einen Rhythmus zu geben:  Zeit zum Innehalten, Zeit für Kreativität oder auch Zeit für einen Neubeginn. Ich finde das ist eine wunderbare Symbolik. Meine Vorfahren haben das offenbar ähnlich gesehen. Die Geschichte wiederholt sich…“

Im Innenhof der Manufaktur wird die Glocke täglich um 12 Uhr läuten.

Als Schutzpatron der Glasmacher gilt der Heilige Markus, Schutzpatron der Weinberge, des Weines und der Winzer ist der Hl. Urban. Ihnen ist diese Glocke gewidmet.

Die Glocke wurde in der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr produziert. Einem Familienbetrieb, der seit 400 Jahren Glocken produziert.

Mehr zur Glockengießerei Grassmayr unter:

https://www.grassmayr.at

Last modified: 16. August 2021